Juni 2007
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 28. September 2010 um 19:21 Uhr
Neues aus der Wissenschaft - Beiträge 2007
Glaukom
Die Feststellung von Homocystein in der Tränenflüssigkeit kann evtl. Informationen über das Pseudoexfoliationsglaukom geben. Nach einer Studie dieses Biomarkers für Herz-Kreislauferkrankungen und evtl. Indikators für altersbedingte Makuladegeneration konnte gezeigt werden, dass Patienten mit Pseudoexfoliationsglaukom erhöhte Werte von Homocystein in der Tränenflüssigkeit haben.
Allerdings ist die klinische Rolle von Homocystein bei Patienten mit Pseudoexfoliationsglaukom noch nicht bekannt.
Kürzlich begannen klinische Prüfungen einer neuen Substanz zur Augendrucksenkung, die in den präklinischen Versuchen eine 30%-ige Augeninnendrucksenkung im Vergleich zu 18% durch Latanoprost zeigt.
Eine andere Studie konnte nachweisen, dass es einen hormonellen Einfluss auf die Hornhautdicke hat. Der Studie zufolge kommt es zu einer Schwankung bis zu 20 µm bei Frauen während der Menstruation.
Wie tropfe ich richtig?
1. Am gut beleuchteten Spiegel.
2. Mit dem einem Zeigefinger das Lid an dem zu tropfenden Auge leicht herunter ziehen
3. Mit dem Mittelfinder das untere Tränenpünktchen zudrücken.
4. Den Kopf leicht nach hinten neigen.
5. Aus der Tropfflasche 2-3mm über dem herab gezogenen Unterlid 1 Tropfen eintropfen.
6. Vorsichtig Auge schließen.
7. Auge ca. 2 Min. geschlossen halten.
8. Falls zusätzlich andere Tropfen getropft werden sollen, bitte erst im Abstand von ca. 10 Minuten.
Altersbedingte Makuladegeneration
Eine neuere Studie ergibt, dass bei 21 Patienten, die 12 Wochen nach einer einzigen intravitrealen Injektion bei Zentral- und Astvenenverschluss Avastin Intravitreal injiziert bekamen, eine deutliche Verbesserung der Sehschärfe und einen Rückgang bei Makulaödem verzeichnet haben.
Die Academy Ethics Committee die American Academy of Ophthalmology (AAO) hat festgestellt, dass bei der Akupunktur zur Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration nur ein geringer wissenschaftlicher Erfolg bezüglich der Sicherheit und Effektivität dieser Therapie zu verzeichnen ist. Dieses Ergebnis sollten Augenärzte mit den AMD-Patienten unbedingt diskutieren.
In einer Veröffentlichung wurde festgestellt, dass ¾ der Sehschärfenverluste in Australien vermeidbar sind und dass Vorsorge und Frühbehandlung des Sehschärfenverlusts dem Land 911,1 Millionen Dollar einsparen könnte.
In einigen Augendiagnostikzentren wird jetzt auch eine Untersuchung namens FIN angeboten. FIN ist die Abkürzung für Fundus Imaging Network. Diese Untersuchung ermöglicht die exakte Vernetzung der Netzhaut anhand von dreidimensionalen Digitalfotographien im Panoramaformat. Die Aufnahmen stehen durch ein geschütztes Datennetzwerk online zertifizierten Netzwerkexperten zur Verfügung, die die Untersuchungsergebnisse mit einer extra für Fin entwickelten Software auswerten. Diese Auswertung geschieht auf der Basis neuester wissenschaftlicher Studien. Hierdurch werden Mehrfachuntersuchungen erspart, die Diagnosequalität erhöht ohne dass man als Patient weitere Augenärzte konsultieren muss. Mit diesen Erkenntnissen ist insbesondere auch eine Früherkennung, Verlaufskontrolle und Risikobeurteilung der diabetischen Retinopathie und der altersabhängigen Makuladegeneration möglich sowie des Risikos von Schlaganfall und Herzinfarkt.
Der Augenarzt stellt die Indikation zur Untersuchung und erläutert den Untersuchungsablauf, er vereinbart einen Termin nach Eingabe der ausführlichen Krankheitsgeschichte in seiner Praxis zusammen mit dem Augendiagnostikzentrum. Im Augendiagnostikzentrum wird die spezielle Netzhautfotographie durchgeführt, das Foto der Netzhaut wird an den Augenarzt und an einen sog. Reader, das ist der Netzhautexperte, weitergeleitet. Sowohl Augenarzt als auch Reader befunden das „digitale Netzhautfoto“, dies ist ein ganz besonderes Qualitätsmanagement. Nach seiner Beurteilung überträgt der Reader seine Beurteilung an den Augenarzt, der zusammen mit einem Arztbrief das Ergebnis dieser speziellen Gefäßuntersuchung bespricht.
In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass Menschen mit feuchter altersbedingte Makuladegeneration ein höheres Risiko für Herzinfarkte zeigen, unabhängig von demographischen Faktoren oder weiteren Erkrankungen wie Diabetes und hohem Blutdruck.
In einer anderen Studie wurde gefunden, dass die intravitreale Gabe von Avastin eine anatomische und funktionale Verbesserung bei Patienten mit diabetischem Makulaödem erreichte.
Hingegen wurde in einer anderen Studie berichtet, dass Patienten mit Gefäßverschlüssen durch Avastin eine Verschlechterung des Makulaödems erlitten.
06. Juni 2007
Aktionstag in Dortmund zum bundesweiten Tag der Sehbehinderten → Infoprogramm
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