Juni 2008
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 28. September 2010 um 19:19 Uhr
Neues aus der Wissenschaft - Beiträge 2008
Glaukom
In einem Seminar der AAD in Düsseldorf im März 2008 wurde darüber berichtet, dass neben der überragenden Bedeutung der Prostaglandin F 2 alpha Analoga (z. B. Xalatan, Lumigan, Travatan) in der medikamentösen Therapie chronischer Glaukome in der westlichen Welt neben den bekannten lokalen Nebenwirkungen wie z. B. dem Wimpernwachstum, der Verfärbung von
Am 06. März 2008 war der Weltglaukomtag. Zahlreiche Institutionen und an zahlreichen Orten wurde über diese Erkrankung berichtet.
AMD
In der Blue Mountains Eye Study konnte nachgewiesen werden, dass Patienten, die täglich Vitamin C, Vitamin E, Zink, Kupfer, Lutein, Zeaxanthin und Astaxanthin genommen haben, bei fortgeschrittener Makuladegeneration eine verbesserte Netzhautfunktion hatten (Ophthalmology, Februar 2008). Der schützende Effekt einer Therapie mit Betacarotin, Zink, Vitamin C und E konnte allerdings nicht bestätigt werden. Bestätigt wurde allerdings der positive Einfluss des Genusses von höheren Mengen an grünem Gemüse, viel Fisch und 1 bis 2mal Leber pro Monat, was eine wesentlich preisgünstigere Therapie wäre.
Avastin ist möglicherweise Mittel der Wahl für Astvenenverschlüsse
Im British Journal of Ophthalmology wurde im März 2008 eine prospektive nicht vergleichende Fallserie von 34 Patienten veröffentlicht, die mehrfach intravitreale Injektionen von Avastin erhalten hatten. Nach 6 Monaten hatte sich die Sehschärfe signifikant bei allen Patienten verbessert, sie sahen im Mittel 3 Linien besser, entsprechend 15 Buchstaben auf der EDTRS Karte (eine spezielle Sehschärfen-prüfungstafel). Im OCT (Darstellung der Netzhautdicke) konnte man eine signifikante Verringerung der zentralen Netzhautdicke feststellen.
Anmerkung: Bislang ist Avastin nur zur Behandlung des metastasierenden und nicht metastasierten Darmkrebses zugelassen. Bei den Venenastverschlüssen werden die unterschiedlichsten sog. VEGF-Hemmer injiziert (Avastin, Lucentis, Macugen), aber auch z. B. ein Kortisonpräparat (Triamcinolon).
Im British Journal of Ophthalmology 2008 wurde ein Zusammenhang zwischen altersbedingter Makuladegeneration und dem Risiko an Schlaganfall- oder Herz-Kreislauf-bedingten Tod in einer australischen Popoulation gefunden. Bei den unter 75-Jährigen war die frühe altersbedingte Makuladegeneration mit einer Verdoppelung des Todesrisikos wegen Herzinfarkt oder Schlaganfall in den nächsten 10 Jahren festgestellt worden. Bei den späten AMD-Patienten verfünffachte sich das Risiko des Todes wegen Herzinfarkt und verzehnfachte sich das Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben.
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